In malerischer Lage am Zusammentreffen
der beiden Flüsse Staøíè und Bìlá liegt an den Berghängen
die Stadt Jeseník, die die „Perle des Altvatergebirges genannt
wird. Der frühere Name der Stadt, die wahrscheinlich in den
20er – 30er Jahren des 13. Jh. auf ausgedehnten Schotterlagern
am Zusammenfluss gegründet wurde, hieß Freiwaldau/Frývaldov
(nach dem deutschen: „frei vom Walde ). Die älteste Geschichte
der Besiedlung reicht bis in die jüngere Steinzeit zurück.
Die erste urkundliche Erwähnung von Freiwaldau stammt aus
dem Jahre 1267. Anfangs des 19. Jh. wurde in der Ansiedlung
Gräfenberg, dem heutigen Stadtteil von Jeseník, die erste
Wasserheilanstalt der Welt gegründet.
| Lage
und Geschichte des Bades |
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Das Heilbad Priessnitz hat eine wunderschöne Lage an den
Berghängen des östlichsten Ausläufers des Gebirgszuges Rychlebské
Hory (Reichensteiner Gebirge) und befindet sich ungefähr
2 km entfernt von der Stadt Jeseník in einer durchschnittlichen
Höhe von 620 m ü.d.M. im nordöstlichen Zipfel von Schlesien
und Mähren. Das einfühlsam in die Landschaft integrierte
Areal bildet die Dominante der weiten Umgebung. Einzig und
allein vom Kurort Jeseník - Gräfenberg aus kann der Blick
des Besuchers den gesamten beeindruckenden Hauptkamm des
Hrubý Jeseník (Altvatergebirge) erfassen. Der Kurort hat
außerordentlich günstige Klimabedingungen: von drei Seiten,
von Ost, West und Süd wird er von den hohen Bergkämmen geschützt,
nur in Richtung Norden ist das Tal zur polnischen Ebene
hin geöffnet. Das hiesige Mikroklima, wie es durch wiederholten
Monitoring bestätigt wurde, ist sehr günstig für die Heilung
der oberen und unteren Atemwege, Kreislaufbeschwerden, des
Nervensystems und des vegetativen Nervensystems. Dies ermöglicht
unter anderem die Heilung der Patienten zu jeder Jahreszeit.
Seine Existenz und spätere Berühmtheit verdankt der Kurort
Jeseník – Gräfenberg einem einzigen Menschen – Vincenz Priessnitz
(1799–1851), der die Heilwirkung des hiesigen kalten Quellwassers
entdeckte und im Jahre 1822 am Gräfenberg die erste Wasserheilanstalt
der Welt errichtete. Vincenz Priessnitz war ein „von Gott
begabter Arzt , mit Intuition, außerordentlicher Beobachtungsfähigkeit
und Gedächtnis. Darüber hinaus konnte er seine Gedanken
zur richtigen Zeit und am richtigen Ort in die Praxis umsetzen.
Zum würdigen Nachfolger von V. P. wurde Doktor Josef Schindler
(1814–1890), der die Wasserheilanstalt Gräfenberg im Jahre
1853 übernahm und 38 Jahre lang an ihrer Spitze stand. Zu
Schindlers Nachfolger wurde sein Assistent Dr. Eduard Emmel,
der das Heilen um weitere Verfahren bereicherte, z.B. Massagen
zur Hydrotherapie.

Weltniveau erreichte das Heilbad am Gräfenberg unter der
Leitung des Chefarztes Dr. Josef Reinhold (1885–1947), eines
brillanten Psychiaters und Psychologen, der es schaffte,
das Priessnitz-Vermächtnis mit neuesten wissenschaftlichen
Erkenntnissen zu verknüpfen. Nach dem Jahr 1945 war die
Zukunft des Kurortes unklar. Schrittweise gelang es, am
Gräfenberg das Kurwesen wieder in Betrieb zu bringen und
weiter zu entwickeln. Im Jahre 1992 wurden die Kureinrichtungen
am Gräfenberg privatisiert und eine Aktiengesellschaft gegründet,
die in ihre Bezeichnung – „Priessnitz Heil- und Kurbäder
AG Jeseník“ – den Namen des berühmten Gründers aufnahm.
Im Firmenzeichen ist ein Löwe, der den siegreichen Weg der
Priessnitz-Hydrotherapie symbolisiert, aber auch der Löwe,
der dazu verpflichtet, dass die Nachfolger des berühmten
Wasserarztes auch weiterhin mit reinen Naturmitteln in Verbindung
mit den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft den Menschen
die Gesundheit und Freude am Leben zurückgeben werden. Gegenwärtig
werden die Dienstleistungen der „Priessnitz Heil- und Kurbäder
AG Jeseník jährlich von ca. 12.000 Gästen genutzt.
| Behandlungsmethoden |
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Die Behandlungsmethoden basieren auf den bewährten Wassertherapiemethoden
von Vincenz Priessnitz und den aktuellen Erkenntnissen der
modernen Physiotherapie sowie auf den klimatischen Voraussetzungen
des Kurortes. Die Anwendungen werden durch eine Vielzahl diagnostischer
Möglichkeiten modernster und computergestützter Art ergänzt.
Als typische Behandlungen für das Heilbad Priessnitz gelten:
die Wasseranwendungen nach Priessnitz, Perl-, Jod-, Schwefel-,
Kräuter-, Wirbel- und Kohlensäurebäder, Inhalationen, Elektroschlaf,
Musiktherapie, Magnettherapie, Oxygenotherapie, Lymphodränage,
Gasinjektionen, Akupunktur, trockene Gasbäder, Schottische
Duschen, Wassertreten im Freiluft-Bassin (4 x 6 m), Unterwassermassage,
Schwimmen, Paraffinpackungen, klassische Massage, Reflex-,
Segment-, Vibraxmassage, Training, Einzel- und Rauminhalationen,
Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie, Ultraschall, Höhensonne,
Kryotherapie, Sauna, Solarium usw. In den Hauptkurhäusern
ist ein ständiger Ärztedienst gewährleistet.
Herz - und Kreislauferkrankungen
Bluthochdruck, ischämische Herzkrankheit, Erkrankungen des Gefäßsystems. Vorbeugende Kuraufenthalte von Personen mit prognostischen Risikofaktoren für Herz- Kreislauferkrankungen (hohe Blutfettwerte, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Übergewicht, hohe Harnsäurewerte u. ä. einschließlich der Kombinationen dieser Risikofaktoren, die das Gefäßsystem gefährden).
Schilddrüsenerkrankungen
Über- oder Unterfunktion, Zustände nach Schilddrüsenoperationen.
Nichttuberkulöse Atemwegerkrankungen
Chronische Bronchitis, Bronchialasthma, Erkrankungen der oberen
Luftwege (chronische Rhinitis, Pharyngitis und Lanryngitis,
Schädigung der Stimmbänder u.ä.).
Krankheiten des Bewegungsapparates
Gelenk- und Rückenschmerzen degenerativen und entzündlichen Ursprungs außer akuten Attacken.
Neurosen, Erschöpfungszustände
Psychosomatische Erkrankungen, Klimakteriumsneurosen.
Hautkrankheiten
Atopische Ekzeme, dermorespiratorische Syndrome.
| Priessnitz-Methode |
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Priessnitz-Wassertretstelle für die Beine
Es handelt sich um eine medizinisch überprüfte, wertvolle,
historische Behandlung, die zur Durchblutungsverbesserung
nicht nur der Beine führt, durch die Reflexe wird gleichzeitig
die Durchblutung von Kopf, Hals und Oberkörper verbessert.
Deshalb empfehlen wir, regelmäßig täglich im Freiluft-Wasserbecken
mit durchfließendem kalten Wasser bei einer Temperatur von
8° bis 15°C im „Storchschritt zu treten, was zur Verbesserung
der Blutgefäß- und Herzfunktion, zur Erhöhung der Widerstandskraft
gegen Infektionen, gegen physischen und psychischen Streß
führt.
Priessnitz-Tauchbecken für die Arme
„Untertauchen der Arme in ein seichtes Wasserbecken mit durchfließendem kalten Wasser von der Temperatur 8° bis 15°C, das täglich durchgeführt werden soll. Es führt zum Verschwinden von Migräne und Schlaflosigkeit; beruhigt eine schnelle Frequenz des Herzpulses bei Herzbeschwerden und bei Störungen der Schilddrüsen-Funktion; lindert allergische Reaktionen und verbessert das Atmen. Das Tauchbad verbessert die Durchblutung der Arme, und durch Reflexe wird gleichzeitig die Durchblutung von Oberkörper, Hals und Kopf erhöht.
1-Phasen- und 2-Phasen- Priessnitz-Halbbad
Hier handelt es sich um eine komplizierte Behandlung – die Kombination von Wasserbehandlung, Packungen, Begießen und Bürsten der Haut. Der Patient wird zuerst mit warmem Wasser unter der Dusche vorgewärmt, dann folgt eine Ganzkörperpackung im nassen kalten Tuch, in ruhiger Lage in der Verpackung. Nach Durchwärmen und Schwitzen folgt ein Halbbad in 35 °C warmem Wasser mit Bürsten und Begießen von Nacken, Rücken und Armen mit kaltem Wasser.
Diese Behandlung regt, durch die Wärme-Wechseleinheiten, zuerst den Kreislauf und die Funktion der Innenorgane an. Nach Wiederholung der Halbbadbehandlung kommt es zur Verbesserung der Herz- und Blutgefäß-Funktion, zur Regelung hormonaler Funktionsstörungen, zur markanten Verbesserung der Widerstandskraft gegen Infektionen, gegen physikale Einwirkungen und psychischen Streß.

Ein Aufenthalt im Bad Priessnitz sind nicht nur Kurbehandlungen,
sondern auch ein reichhaltiges Angebot an Freizeitbeschäftigungen.
Alljährlich wird hier feierlich die Kur- und Touristiksaison
eröffnet. Von den Kulturveranstaltungen nennen wir z.B. das
internationale Franz-Schubert-Klavierwettbewerb, die Konzerte
im Rahmen des Karl-Ditters von Dittersdorf-Festivals sowie
in den Sommermonaten die Promenadenkonzerte im Kurpark. Viele
Veranstaltungen werden in den historischen Räumen des Kurortes,
wie z.B. im Kongreß-Saal, im Spiegelsaal oder Video-Kaffee
SOFIE geboten. Bei den Gästen sind die Tanzabende in ZIMNÍ
ZAHRADA (Wintergarten), die Discoabende im Kaffee-Haus „HRAD
(Burg) beliebt. Eine angenehme Programmergänzung können die
Wanderungen mit Wanderführer, Radsport oder Erkundigungs-Busreisen
in die entferntere Umgebung (inkl. Polen) darstellen.

Im Winter finden Sportbegeisterte ideale Bedingungen für den
weißen Sport in den Wintersportzentren in Ramzová, Na Miroslavi,
Petøíkov oder Èervenohorské sedlo. „Weniger anspruchsvolle
Gäste finden geeignete Sportbedingungen direkt im Kurort und
in der näheren Umgebung, z.B. die Kunsteislaufbahn und eine
kürzere Abfahrtspiste mit Geräteverleih. In den Sommermonaten
stehen die Tennisplätze, Minigolf, Fitneßraum, Hallenbad,
Sauna und Fahrradverleih zur Verfügung. Weiter verfügbare
Dienstleistungen im Kurort Gräfenberg, z.B. ein Kosmetik-
sowie Pediküresalon, Nagelstudio, Friseursalon, Solarium.
SANATORIUM PRIESSNITZ ***
Das Kurhaus PRIESSNITZ befindet sich in einer malerischen
Lage in der Höhe von 620 m ü.d.M. Dieses Haupt-Kurgebäude
wurde 1910 nach dem Projekt des Wiener Architekten Bauer im
Sezessionsstil errichtet und bildet die Dominante in der Umgebung.
Das Hauptgebäude ist am linken Teil mit dem sog. Neuen Gebäude,
das 17 Jahre später erbaut wurde, verbunden. Das reichhaltige
Angebot der Hotel- sowie Kurbehandlungsdienstleistungen erreicht
hohes Niveau und ermöglicht den Gästen einen angenehmen Kuraufenthalt
praktisch unter einem Dach. In den insgesamt 3 Speisesälen
wird einheimische und internationale Küche mit Auswahl von
Diät- oder vegetarischer Kost geboten.
Zu den Nebengebäuden dieses Kurhauses gehört das repräsentative Haus LÉKAØSKÁ VILA und die JUBILEJNÍ VILA.
Die Gäste können ihre Freunde in das angenehme Milieu der
Tagesbar oder des sog. Wintergarten einladen, wo sie nicht
nur die einheimische Gastfreundlichkeit vorfinden, sondern
auch einen wunderschönen Ausblick zum Zlatý Chlum (Goldkoppe)
mit Aussichtsturm und in die polnische Ebene. Die abendlichen
Tanzprogramme steigern hier das Wohlbefinden beim Aufenthalt.
Direkt im Kurhaus Priessnitz werden unter der fachlichen Leitung der Ärzte und der Rehabilitationsmitarbeiter folgende Anwendungen verabreicht: Hydrotherapie, Kohlensäure-Bäder, Massagen, Elektroschlaf, Magnetotherapie und weitere spezielle Therapien.
BEZRUÈ ***

Das Kurhaus BEZRUÈ ist ein komplett neu renoviertes Haus mit
hohem Niveau der Unterbringung in Einzel- und Doppelzimmern.
Die meisten Zimmer verfügen über einen großen Balkon mit einem
wunderschönen Ausblick auf das Bergpanorama des Hrubý Jeseník
(Altvatergebirge). Im hauseigenen Speisesaal wird eine Küche
mit einheimischen und internationalen Gerichten und einer
Auswahl von Diät- oder vegetarischer Kost geboten. Direkt
im Hause werden Inhalationen verabreicht. Die restlichen Kurbehandlungen
werden in den naheliegenden Kureinrichtungen durchgeführt.
JAN RIPPER ***

Das neu renovierte Haus Jan Ripper trägt den Namen des Schwiegersohnes von V. Priessnitz und befindet sich in ruhiger Lage mitten im Kurviertel, etwa 50 m entfernt vom Haus BALNEOTHERAPIE. Es bietet einen einmaligen Ausblick auf das Bergpanorama des Hrubý Jeseník (Altvatergebirge). Im hauseigenen Speisesaal wird eine Küche mit einheimischen und internationalen Gerichten und einer Auswahl von Diät- oder vegetarischer Kost geboten. Als Nebengebäude gehört zum Haus J.RIPPER das ca. 50 m entfernte Haus MÍR, welches mit dem Haus BALNEOTHERAPIE verbunden ist. Hier steht den Gästen eine Sauna zur Verfügung, und es werden hier auch die meisten Kurbehandlungen verabreicht. Die Gäste vom Haus MÍR bekommen ihre Verpflegung im Speisesaal des 150 m entfernten Hauses BEZRUÈ.